Schale aus einem verwobenem Stahlgeflecht mit Messing.
Länge 44 cm, Breite 33 cm, Höhe 8 cm.
Diese große Arbeit wirkt wie ein Körper aus Erinnerung.
Aus Eisenstäben wächst eine fragile, fast textile Struktur – als hätte sich hartes Material entschlossen, weich zu werden. Die aufragenden Stäbe bündeln sich oben zu einer spannungsvollen Verdichtung, wie ein Atem, der angehalten wird. Unten stehen sie dicht und geerdet, wie Wurzeln.
Zwischen ihnen breitet sich ein Geflecht aus Messing aus – flirrend, golden, lebendig. Es scheint nicht gefügt, sondern gewachsen. Das Metall wirkt bewegt, beinahe pulsierend. Licht verfängt sich in den durchbrochenen Flächen und wandert über die Oberfläche, lässt sie aufleuchten und wieder in Tiefe versinken.
Die Arbeit trägt Gegensätze in sich: Härte und Zartheit, Ordnung und Auflösung, Gewicht und Schweben. Die herausragenden Enden der Eisenstäbe durchbrechen die geschlossene Form und öffnen sie in den Raum – als wollte das Werk seine eigene Begrenzung überwinden.
Was bleibt, ist ein Gefühl von Spannung und Verletzlichkeit zugleich.
Eine metallene Haut, die Schutz und Durchlässigkeit vereint.
Ein Gefäß ohne Innenraum – und doch voller Präsenz.