„Brannte nicht unser Herz in uns?“
Manche Wege beginnen mit Aufbruch und Zuversicht. Andere mit Fragen, Zweifeln und Abschied. Die Emmaus-Erzählung erzählt von Menschen, die unterwegs sind – und dabei entdecken, dass sie nicht allein gehen.
Als Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ im Juni 2026 das Bistum Hildesheim verließ, um seinen neuen Dienst als Bischof von Münster anzutreten, überreichte ihm die Bauabteilung des Generalvikariats Hildesheim diese besondere Texttafel als persönliches Abschiedsgeschenk. Sie ist Ausdruck von Dankbarkeit, Wertschätzung und der Verbundenheit, die über Jahre gemeinsamer Arbeit gewachsen ist.
Aus einem einzigen Stahlblech wurde der Emmaus-Text herausgelasert. Mitten aus den Worten tritt die Gestalt Christi hervor. Sie scheint nicht hinzugefügt, sondern aus dem Text selbst gewachsen zu sein – so wie auch die Jünger von Emmaus erst allmählich erkannten, wer sie auf ihrem Weg begleitet hatte.
Die Worte der Emmaus-Geschichte sprechen von Begegnung, Vertrauen und Hoffnung. Sie erzählen davon, dass sich Gottes Nähe oft gerade dann zeigt, wenn Menschen miteinander reden, einander zuhören und gemeinsam ihren Weg gehen. „Bleibe bei uns“ – diese Bitte der Emmaus-Jünger ist bis heute Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach Begleitung und Zuversicht.
So erinnert diese Tafel nicht nur an die Jahre des Wirkens von Bischof Wilmer in Hildesheim. Sie erinnert auch an die vielen Menschen, denen er begegnet ist, an gemeinsame Wege, Herausforderungen und Hoffnungen. Sie ist Dank für Vergangenes und zugleich ein Segenswunsch für alles, was vor ihm liegt.
Möge auf allen Wegen gelten, was die Jünger von Emmaus erfahren durften:
„Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete?“
Ausführung