„Schwebende Amphore“
Amphore mit Ständer in Schmitzstruktur
Diese Arbeit verbindet archaische Form mit radikaler Leichtigkeit. Aus 1,5 mm Stahldraht entsteht in freier, verschweißter „Schmitzstruktur“ ein Gefäß, das weniger Masse als vielmehr Raum beschreibt. Die klassische Amphorenform – Bauch, Schulter, Hals – ist nur angedeutet und wirkt dennoch vollständig, als hätte sich die Form selbst aus dem Liniengeflecht heraus erinnert.
Die offene Struktur lässt Licht durch das Gefäß wandern. Je nach Standpunkt verdichtet sich das Netz zu einer nahezu geschlossenen Fläche oder löst sich wieder in ein vibrierendes Geflecht auf. So entsteht ein lebendiges Spiel aus Innen und Außen, aus Präsenz und Transparenz.
Der filigrane Ständer hebt die Amphore aus dem Bodenraum heraus und verleiht ihr eine fast schwebende Haltung. Die Spitze des Gefäßes führt die Form nach unten weiter, als würde sie den Raum sanft berühren, ohne ihn zu beschweren.
Trotz der Zartheit trägt die Konstruktion eine klare Haltung: präzise gesetzt, ruhig, aufgerichtet. Eine Skulptur, die nicht füllt, sondern öffnet.
Material: 1,5 mm Stahldraht
Technik: freihändig aufgebaut, verschweißt (Schmitzstruktur)
Maße Gefäß: Ø ca. 30 cm, Höhe ca. 60 cm
Maße Ständer: Höhe ca. 140 cm, Ø ca. 40 cm
Gesamthöhe: ca. 165 cm